Archivmeldung

Hochwasser in Niedersachen: Stadt Osnabrück bleibt wachsam

Angesichts der Hochwassersituation in weiten Teilen Niedersachsens und erneuter Hochwasserprognosen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) für die Pegel von Hase und Düte bleibt die Stadt Osnabrück wachsam. Bis Mittwochvormittag ging das Einsatzgeschehen der Feuerwehr in Osnabrück allerdings nicht über das übliche Tagesgeschäft hinaus. Technische Maßnahmen seitens der Stadt oder der Stadtwerke waren nicht erforderlich.

Mit kurzfristig einberufenen Lagebesprechungen werden Vertreter von Stadt, Feuerwehr, Stadtwerken und Landkreis Osnabrück auch in den kommenden Tagen kurzfristig und anlassbezogen auf Wetterwarnungen reagieren und das weitere Vorgehen abstimmen. Auch wenn die in den Prognosen zwischenzeitlich vorhergesagten Spitzenwerte in Osnabrück bislang nicht eingetreten sind, sollten auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt das Geschehen weiterhin beobachten und Sicherungsmaßnahmen an den eigenen Grundstücken aufrecht erhalten.

Osnabrückerinnen und Osnabrücker, die über Wohneigentum verfügen, sollten zudem in den kommenden Tagen und Wochen ganz grundsätzlich überprüfen, ob Grundstücke und Immobilien im eigenen Verantwortungsbereich baulich bestmöglich gegen die Gefahren von Hochwasser gesichert sind. Das gilt ausdrücklich auch für Bürgerinnen und Bürger, die außerhalb der besonders hochwassergefährdeten Gebiete entlang der Fließgewässer leben. Die vergangenen zwei Wochen haben deutlich gezeigt, dass Wasser, das in Hochwasserlagen aus einer vollgelaufenen Kanalisation nach oben drückt, auch in anderen Bereichen der Stadt zu Schäden führen kann.

Allgemeine Hinweise für den Fall extremen Hochwassers

Hochwasser stellt eine potentielle Gefahr dar. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt dazu die nachfolgenden Hinweise:

Im Haus

  • Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
  • Überprüfen Sie Rückstauklappen im Keller bevor das Wasser gestiegen ist. Halten Sie sich während des Hochwassers nicht im Keller auf, das ist lebensgefährlich.
  • Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.
  • Schalten Sie elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus).

Im Auto

  • Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.
  • Achtung! Tiefgaragen und Unterführungen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden.
  • Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.

Im Freien

  • Fahren Sie wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen in überflutenden Gebieten nicht mit Booten oder anderen Fahrzeugen unnötigerweise „spazieren“.
  • Betreten Sie keine Uferbereiche wegen der Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen. Überflutete oder teilüberflutete Straßen dürfen nicht befahren werden.
  • Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte.

Erläuterung zu den Meldepegeln

  • Meldestufe 1 – Bordvoller Abfluss und stellenweise Beginn der Ausuferung.
  • Meldestufe 2 – Ausuferungen hauptsächlich in land- und forstwirtschaftlichen Flächen.
  • Meldestufe 3 – Überschwemmung größerer Flächen und Überschwemmung einzelner Grundstücke, Straßen und Keller möglich.

Weitere Informationsquellen

Überschwemmungsgebiete im Falle eines Hundertjährigen Hochwasserereignisses

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